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Wissenschaftlicher Hintergrund

Forschungsprojekte Arbeitsgruppe KOSP – Suizidprävention

Übersicht über alle Projekte

NePsyASSIP

SuiT
(Swiss Suicide Prevention Toolbox)

ASSIP Suisse

NePsyASSIP

Warum entwickeln manche Menschen Suizidgedanken, während andere einen Suizidversuch unternehmen? Und über welche Prozesse können suizidspezifische Interventionen dazu beitragen, erneutes suizidales Verhalten zu verhindern? Das Forschungsprojekt NePsyASSIP untersucht psychologische, neuropsychologische und therapeutische Prozesse im Zusammenhang mit suizidalem Erleben und Verhalten sowie deren Behandlung.

Teilprojekt

1

Von Suizidgedanken zu suizidalem Verhalten

Im ersten Teilprojekt (ClinicalTrials.gov: NCT06248268) untersuchen wir Faktoren, die beim Übergang von Suizidgedanken zu einem Suizidversuch eine Rolle spielen könnten. Dazu vergleichen wir Patientinnen und Patienten nach einem Suizidversuch, Patientinnen und Patienten mit Suizidgedanken, Patientinnen und Patienten ohne suizidales Erleben und Verhalten sowie nicht-klinische Kontrollpersonen.

Im Fokus stehen insbesondere die Inhibitions- und Aufmerksamkeitskontrolle sowie psychologische Faktoren wie Selbstwirksamkeit und Kontrollüberzeugungen. Ziel ist es, besser zu verstehen, welche Faktoren Menschen mit Suizidversuchen von Menschen mit Suizidgedanken unterscheiden.

Teilprojekt

2

Wie wirkt ASSIP?

Das zweite Teilprojekt (ClinicalTrials.gov: NCT06263712) untersucht die Wirkmechanismen der suizidspezifischen Kurztherapie ASSIP (Attempted Suicide Short Intervention Program). Patientinnen und Patienten nach einem Suizidversuch erhalten entweder ASSIP oder eine ressourcenorientierte Intervention (Standard of Care & ressourcenfokussierte Krisenintervention; STAR) und werden über zwölf Monate begleitet.

Untersucht werden unter anderem Veränderungen in der Inhibitions- und Aufmerksamkeitskontrolle, der Selbstwirksamkeit, den Kontrollüberzeugungen, dem psychischen Schmerz und den Suizidgedanken. Zusätzlich erfassen wir therapeutische Prozesse sowie die Bewegungssynchronität zwischen Patientinnen und Patienten und Therapeutinnen und Therapeuten. Erhebungen mittels Echtzeitdaten (EMA) ermöglichen es, Suizidgedanken und damit verbundene Faktoren auch im Alltag zwischen den Therapiesitzungen zu untersuchen.

Ziel ist es, besser zu verstehen, über welche psychologischen und therapeutischen Prozesse die Intervention ihre Wirkung entfaltet.

Im Fokus stehen insbesondere die Inhibitions- und Aufmerksamkeitskontrolle sowie psychologische Faktoren wie Selbstwirksamkeit und Kontrollüberzeugungen. Ziel ist es, besser zu verstehen, welche Faktoren Menschen mit Suizidversuchen von Menschen mit Suizidgedanken unterscheiden.

Teilprojekt

3

ASSIP flex – Behandlung im persönlichen Umfeld

Mit ASSIP flex wird die suizidspezifische Kurztherapie direkt im persönlichen Umfeld von Patientinnen und Patienten nach einem Suizidversuch weiterentwickelt (ClinicalTrials.gov: NCT06322199). Damit soll der Zugang zu einer spezifischen Behandlung nach einem Suizidversuch erleichtert werden, insbesondere für Menschen, für die eine Behandlung in einer psychiatrischen Institution eine Hürde darstellen kann.

Das Projekt untersucht über zwölf Monate die Entwicklung von Suizidgedanken und suizidalem Verhalten sowie die Machbarkeit und Akzeptanz von ASSIP flex. Weitere Schwerpunkte sind Selbstwirksamkeit, Selbstmanagement, Gesundheitskompetenz und Kostenwirksamkeit, beispielsweise im Hinblick auf psychiatrische Notfallkontakte und stationäre Behandlungen.

ASSIP flex wird neben Bern an mehreren Standorten in der Schweiz durchgeführt. Damit untersuchen wir zugleich, wie eine suizidspezifische Kurztherapie niederschwellig und über verschiedene Versorgungssettings hinweg umgesetzt werden kann.

Untersucht werden unter anderem Veränderungen in der Inhibitions- und Aufmerksamkeitskontrolle, der Selbstwirksamkeit, den Kontrollüberzeugungen, dem psychischen Schmerz und den Suizidgedanken. Zusätzlich erfassen wir therapeutische Prozesse sowie die Bewegungssynchronität zwischen Patientinnen und Patienten und Therapeutinnen und Therapeuten. Erhebungen mittels Echtzeitdaten (EMA) ermöglichen es, Suizidgedanken und damit verbundene Faktoren auch im Alltag zwischen den Therapiesitzungen zu untersuchen.

Ziel ist es, besser zu verstehen, über welche psychologischen und therapeutischen Prozesse die Intervention ihre Wirkung entfaltet.

Im Fokus stehen insbesondere die Inhibitions- und Aufmerksamkeitskontrolle sowie psychologische Faktoren wie Selbstwirksamkeit und Kontrollüberzeugungen. Ziel ist es, besser zu verstehen, welche Faktoren Menschen mit Suizidversuchen von Menschen mit Suizidgedanken unterscheiden.

Verantwortliche Personen


Leitung: PD Dr. phil. Anja Gysin Maillart
Team: Postdoc: Dr. sc. med. Lara Marie Aschenbrenner; PhD: M.A. Julia Scherf; Psychologische Masterstudierende: B.Sc. Soraya Lalvani, B.Sc. Cécile Furer, B.Sc. Anja Kupferschmid. Ab September 2026: B.Sc. Tadeo Lichtenhahn, B.Sc. Irina Calabretti; Medizinische Doktorandin: med. pract. Eleonora Krasniak; Forschungspraktikantinnen und -praktikanten: B.Sc. Tadeo Lichtenhahn, B.Sc. Joëlle Müller, B.Sc. Ramona Schärer, B.Sc. Irina Calabretti
Kollaborationen mit Prof. Dr. med. Philippe Pfeifer: med. Dissertation med. pract. Vera Zeller
Förderung: SNF, Gesundheitsförderung CH, Grawe Stiftung
Zuständige Ethikkommission: Kantonale Ethikkommission Bern (KEK-Bern)
BASEC-/Projekt-Nr.: 2021-02504

Was ist SuiT?

SuiT (Swiss Suicide Prevention Toolbox) vereint vier erfolgreiche PGV-Suizidpräventionsprojekte (ASSIP flex, ASSIP Suisse Romande, AdoASSIP und SERO) in einem gemeinsamen nationalen Ansatz. Kernstück ist eine digitale Toolbox (im Aufbau), die bewährte Interventionen aus der Suizidprävention bündelt. Eine KI-gestützte Vermittlung verweist Betroffene, Angehörige sowie Fachpersonen niederschwellig an die passenden Unterstützungsangebote.

Ziel

Das von Gesundheitsförderung Schweiz geförderte Projekt wird von 2026 bis 2029 umgesetzt und evaluiert. Durch die Zusammenführung der Erfahrungen und Erkenntnisse aus vier erfolgreich umgesetzten PGV-Projekten sowie die enge Zusammenarbeit mit nationalen und kantonalen Akteuren entsteht ein gemeinsames, evidenzbasiertes und nachhaltiges Angebot für die Suizidprävention in der Schweiz.

Verantwortliche Personen

Leitung: PD Dr. phil. Anja Gysin Maillart
Team: Elisabeth Albertson (Projektkoordination), B.Sc. Yvonne Kobel (wissenschaftliche Mitarbeiterin), B.Sc. Ines Henkel (wissenschaftliche Mitarbeiterin), B.Sc. Iris Dupont (Praktikantin)

Was ist ASSIP Suisse?

Die PGV-Projekte ASSIP flex und ASSIP Romandie wurden Ende 2025 abgeschlossen und erfolgreich in der Gesundheitsversorgung implementiert. Seit 2026 werden beide Angebote unter dem Namen ASSIP Suisse zusammengeführt und von der Fondation Adrian et Simone Frutiger gefördert.

Ziel

Die Fondation Frutiger unterstützt ASSIP Suisse mit dem Ziel, die Weiterentwicklung, die nationale Verbreitung und die nachhaltige Verankerung von ASSIP (Attempted Suicide Short Intervention Program) in der Schweiz gemeinsam voranzutreiben. Im Rahmen dieser Förderung werden die ASSIP-Ausbildungen, der Einsatz digitaler Lernangebote sowie die Informations- und Kommunikationsmaterialien kontinuierlich weiterentwickelt, um die Qualität des Angebots langfristig zu sichern.

Die Förderung gewährleistet zudem die finanzielle Sicherheit des bestehenden Angebots und ermöglicht es, ASSIP auch in Regionen der Schweiz anzubieten, in denen die Therapie bisher nicht verfügbar ist.

Verantwortliche Personen

Leitung: PD Dr. phil. Anja Gysin Maillart
Team: Elisabeth Albertson (Projektkoordination), B.Sc. Cécile Furer (wissenschaftliche Mitarbeiterin), B.Sc. Yvonne Kobel (wissenschaftliche Mitarbeiterin), B.Sc. Iris Dupont (Praktikantin)

Mitteilungen

Une thérapie à domicile après un acte suicidaire

REISO – Revue d’information sociale (nur auf französisch)

Beitrag vom Dezember 2023

PGV Newsletter

Beitrag vom November 2023

Newsletter VBP Verband
Berner Psycholog:innen

Beitrag vom September 2023

PGV Newsletter

Beitrag vom Dezember 2022 / Januar 2023

im Newsletter 136 UPDate

Beitrag vom August/September 2023

Spitex Magazin

Beitrag vom Dezember 2022

PGV Newsletter

Beitrag vom Juli 2023

HIN

ASSIP Home Treatment: Unterstützung und niederschwellige Therapie
nach einem Suizidversuch

Beitrag vom März 2022

in Neurologie & Psychiatrie

Beitrag vom Januar 2022

im Newsletter 127 UPDate

Podcast vom 9. September 2021

„Suizidprävention in der Schweiz“ von spectra

Beitrag vom August 2021

im doc.be (Das Magazin der Aerztegesellschaft des Kantons Bern)

ASSIP Home Treatment

SGPP Jahreskongress,
26.-27.08.2021

Beitrag vom Juni 2021

Projekt SERO – Suizidprävention Einheitlich Regional Organisiert

Beitrag vom November 2020

Projektbeschreibung
ASSIP Home Treatment

Video Attempted Suicide Short Intervention Program (ASSIP)

von Office of Mental Health (2020)

ASSIP Home Treatment als Chance

von Competence

Projekt «ASSIP Home Treatment»

Projektförderung Prävention in der Gesundheitsversorgung

ASSIP- Home Treatment nach einem Suizidversuch

UPZ

ASSIP new as Home Treatment

SBAP. Swiss professional association for Applied Psychology

Wirksame Kurztherapie nach Suizidversuch neu auch zu Hause

von Universimed

ASSIP: nouvelle intervention disponible après tentative de suicide

CHUV (nur auf französisch)

ASSIP – Sprechstunde für Menschen nach einem Suizidversuch

psy.ch

Kurztherapie für Patientinnen und Patienten nach einem Suizidversuch

Universitätsspital Zürich

Kurztherapie für Patientinnen und Patienten nach einem Suizidversuch – USZ

Revue médicale suisse (nur auf französisch)

Qualitätsverbesserungs-massnahme

Suizidprävention nach Suizidversuch mittels
Attempted Suicide Short Intervention Program
(ASSIP)

Videobeiträge

Multiplikation – Interview mit Anja Gysin-Maillart

Zahlen und Fakten zur Suizidalität in der Schweiz

«Im Rahmen» mit Anja Gysin-Maillart, Spezialistin Suizidprävention [Teil 1/3]

Behandlungs- und Therapiemethoden, um Menschen nach einem Suizidversuch professionell zu unterstützen

«Im Rahmen» mit Anja Gysin-Maillart, Spezialistin Suizidprävention [Teil 2/3]

Die Therapiemethode ASSIP: Attempted Suicide Short Intervention Program

«Im Rahmen» mit Anja Gysin-Maillart, Spezialistin Suizidprävention [Teil 3/3]

Am 10. September 2025 war Welttag der Suizidprävention. In diesem Video beantworten wir fünf wichtige Fragen rund um das Thema Suizidprävention – ein Thema, das uns alle angeht. Wir sprechen über Warnsignale, Hilfsangebote und wie jede*r einen Beitrag leisten kann.

Archiv Veranstaltungen

PowerPoint-Folien vom Ipsilon Research Meeting vom 24.11.2025 für den Download

MULTICAST: Monitoring suicidal ideation following hospital discharge

Stephanie Homan, Ph.D. & Samantha Weber, Ph.D.

Evaluation of PGV: suicide prevention

Sarah Rajkumar

Multicast: Digital pathways for early intervention in suicidal ideation

Andrea Häfliger, M.Sc. & Samantha Weber, Ph.D.

RENCONTRE and PILOT: a new approach to suffering in French-speaking Switzerland

Prunelle Henchoz

Influence of the Brieftherapy ASSIP on Neuropsychology Correlates and Psychological Process Factors

Marie-Anna Sedlinská, MSc, PhD Student

PROSPECT: Monitoring Within-Person Dynamics in Adolescents Hospitalized for Acute Suicidal Distress: Protocol for an Intensive Longitudinal Study

Laura Nigro, PhD Student

ASSIP flex: Therapeutic Alliance and Perceived Self-Efficacy

Hannah Pütz

Prevention of railway suicides in Switzerland

Dr. med. Stephan Kupferschmid


PowerPoint-Folien vom Konsortiumstreffen vom 27.11.2025 für den Download

ASSIP flex

PD Dr. phil. Anja Gysin-Maillart und Elisabeth Albertson

ASSIP flex: Update zu den Forschungsdaten &
neuen Veröffentlichungen

Hannah Pütz

Suizidprävention innerhalb der Gesundheits-versorgung

Dr. Franziska Widmer Howald, Gesundheitsförderung Schweiz, Stv. Leiterin & Projektleiterin PGV



PowerPoint-Folien vom Konsortiumstreffen vom 24.10.2024 für den Download

ASSIP flex

PD Dr. phil. Anja Gysin-Maillart und Elisabeth Albertson

Gemeinsam in Richtung PGV Suizidprävention 2.0

Dr. Franziska Widmer Howald, Gesundheitsförderung Schweiz, Stv. Leiterin & Projektleiterin PGV

Externe Evaluation
PGV-Suizidpräventions-projekte

Sarah Rajkumar, Technical Expert,
Swiss Tropical and Public Health Institute

143.ch – ASSIP flex

143

Zusammenarbeit
ASSIP flex mit
Tel 143 Die dargebotene Hand

Barbara Rütsche, UPZ

Warum Kirche?

Helena Durtschi Sager, Theologin / Sozialarbeiterin

Programm Suizidprävention
Kanton Zürich

Martina Blaser, Programmleitung Suizidprävention Kanton Zürich


PowerPoint-Folien vom Suizidpräventions-Symposium vom 30.03.2023 für den Download

Universitäres Psychiatrisches Zentrum Bern AG (UPZ) | Neue Erkenntnisse in der Suizidprävention

Suizidprävention in der Projektförderung PGV

Dr. Franziska Widmer Howald, Gesundheitsförderung Schweiz

ASSIP und ASSIP Home Treatment

Dr. phil. Anja Gysin-Maillart und Prof. Dr. med. Sebastian Walther, UPZ

Neuste Erkenntnisse aus der Suizidprävention

Dr. phil. Anja Gysin-Maillart, UPZ

Nicht-Suizidales Selbstverletzendes Verhalten

Prof. Dr. med. Michael Kaess, UPZ

500 trials in 40 years: what do they tell us about the effects of antidepressants

Prof. Dr. Georgia Salanti, Universität Bern

ASSIP Suisse romande

Caroline Dedeystère Pobelov und Claire Jaggi, CHUV, Lausanne

Ado ASSIP

PD Dr. med. Gregor Berger, Psychiatrische Universitätsklinik Zürich

SERO

Michael Durrer, MScN, Pflegeexperte APN, Luzerner Psychiatrie