Attempted Suicide Short Intervention Program ASSIP®

Eine Kurztherapie für Menschen nach einem Suizidversuch

Innert eines Jahres unternehmen 33’000 Personen  in der Schweiz einen Suizidversuch (Peter & Tuch, 2019). Der bedeutendste Risikofaktor für einen Suizidversuch sind frühere Suizidversuche. Das Risiko bleibt über Jahre hinweg hoch.

Nur ungefähr die Hälfte der Betroffenen nehmen nach einem Suizidversuch professionelle medizinisch-psychologische Hilfe in Anspruch. Es gibt viele Gründe dafür, wie Scham- und Schuldgefühle, die Furcht, nicht verstanden oder stigmatisiert zu werden. Aber auch der Wunsch, seine Probleme selbstständig zu lösen oder das Bedenken, dass die Behandlung nicht effektiv ist, gehören dazu.

Die Kurztherapie ASSIP (Attempted Suicide Short Intervention Program) senkt das Risiko, nach einem Suizidversuch weitere suizidale Handlungen zu begehen, um 80 %, wobei die Behandlung lediglich 3–4 Sitzungen und einen anhaltenden Briefkontakt umfasst (Gysin-Maillart et al., 2016).

Bis Ende 2024 steht Ihnen das Angebot ASSIP im Home Treatment zur Verfügung. Das heisst, die ASSIP-Kurztherapie kann nach Absprache bei Ihnen zu Hause oder z.B. auch bei Ihrem Hausarzt/Ihrer Hausärztin, Ihrem/Ihrer PsychologIn oder PsychiaterIn, einer anderen vertrauten Gesundheitsfachperson oder bei einem Angehörigen/einer Angehörigen stattfinden.

Quellen:
(Peter, C., Tuch, A. (2019). Suizidgedanken und Suizidversuche in der Schweizer Bevölkerung (Obsan Bulletin 7/2019). Neuchâtel: Schweizerisches Gesundheitsobservatorium)